Sehr geehrte Leserin,
sehr geehrter Leser,

wie Sie beim Studium des Artikels der WiWo online gelesen haben, hat der Journalist sowohl den Verwaltungsratsvorsitzenden wie auch den Vorstand der Sparkasse im Vorfeld der Veröffentlichung gebeten, zu dem Artikel Stellung zu beziehen. Eine Stellungnahme wurde abgelehnt unter Hinweis auf eine Verschwiegenheitspflicht. Im Nachgang allerdings kamen kritische Stimmen, die auf der Facebook-Seite der Sparkasse schriftlich geäußert wurden und wie Sie nachfolgend sehen können hat sich ein Verwaltungsratsmitglied wie folgt geäußert. Die Verschwiegenheitsverpflichtung spielte also offensichtlich keine Rolle.


Es stellt sich nun die Frage, wie sind die tatsächlichen objektiven Hintergründe, nach denen man die Sparkasse, wenn man sie weiß, wieder gut finden kann.

Noch heute bewegen mich die Vorgänge von Januar 2006 bis Juli 2006. In dieser Zeit hatte ich die schlimmste Zeit meiner gesamten 26 Berufsjahre, da ich in diesen schlimmen Monaten große Angst haben musste, dass mir durch die übertragenen Arbeiten mein einzig funktionales Auge gesundheitlich geschädigt wird. Ich bin heute noch schockiert, wenn ich daran denke, wenn mein noch gesundes Auge tatsächlich unwiederbringlich geschädigt worden wäre. Ich frage mich, ob sich die Sparkassenverantwortlichen hier überhaupt über Ihr Vorgehen bewusst waren. Nun aber zu den Geschehnissen.

Zum Jahresanfang 2006 wurde mir ein neues Aufgabengebiet zugewiesen. Ich musste EDV-Listen bearbeiten und dies war mit einem überdurchschnittlichen hohen Anteil an Bildschirmtätigkeit verbunden. Der Sparkasse war von der Einstellungsuntersuchung bekannt, dass ich in einem Umfang wie es als Kundenberater üblich ist Bildschirmtätigkeiten ausführen kann. Die Sparkasse wurde darauf hingewiesen, die Reaktion darauf können Sie im nachfolgenden Schreiben lesen:

Schreiben Vorstand vom 24.01.06
Als sich bis Anfang Februar an den gesundheitsgefährdenden Arbeitsaufträgen nichts änderte und sich erste negative gesundheitliche Anzeichen ergaben, sah ich mich gezwungen, zum Augenarzt zu gehen. Nachfolgend das Attest des Augenarztes:

augenärztl. Attest Dr. Sichart
Seitens der Sparkasse wurde an der gesundheitsgefährdenden Tätigkeit weiter festgehalten. Die Angelegenheit habe ich deshalb einem Rechtsanwalt übergeben. Anbei das Anschreiben des Rechtsanwaltes:

Schreiben d. RA an die SPK 13.02.2006-001Schreiben d. RA an die SPK 13.02.2006-002Schreiben d. RA an die SPK 13.02.2006-003

Leider änderte sich an den mir übertragenen Aufgaben auch aufgrund des Schreibens meines Rechtsanwaltes nichts. Ich musste weiterhin das Risiko tragen, dass die mir erteilten Arbeitsaufträge zur Schädigung meines noch funktionierenden Auges führen. Dies führte dazu, dass der Rechtsanwalt gerichtliche Schritte einleitete. Hier die Zusammenfassung des Ergebnisses des Gerichtstermins:

Auszug vom Vergleich

Auch nach dem Vergleich musste ich die Tätigkeiten weiter ausführen. Am 19.04.06 fand die Arbeitsplatzbegutachtung durch den Betriebsarzt statt. Nachfolgend das Ergebnis:

Ergebnis des Betriebsarztes geschw.

Auch das Gutachten des Betriebsarztes führte zu keiner Veränderung meines Tätigkeitsfeldes. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen nahmen kein Ende und am 17.05.2006 wurde ein weiteres Attest des Augenarztes erstellt, wie Sie nachfolgend ersehen können:

Dr. Sichart 052006
Da ich bis Ende Mai immer noch dazu gezwungen wurde, die gesundheitsgefährdenden Tätigkeiten weiterhin zu verrichten, sah sich mein Rechtsanwalt dazu gezwungen, die Umsetzung des Vergleiches durch Antrag eines Zwangsgeldes mit dem Einschalten des Gerichtsvollziehers zu erwirken. Hier das Schreiben vom 24.05.2006 meines Rechtsanwaltes an die Sparkassenverantwortlichen:

PDF-001PDF-002

Auch dieses Schreiben führte zu keiner Verhaltensänderung, so dass letztendlich, wie Sie nachfolgend sehen können, mit der Umsetzung des Vergleiches der Gerichtsvollzieher beauftragt wurde:

PDF (1)-001PDF (1)-002
Am 14.06.2006 erhielt ich nachfolgendes Schreiben meines Arbeitgebers:
PDF (2)-001PDF (2)-002
Wie Sie ersehen können, ist die Sparkasse der Meinung gewesen, dass man eine Tätigkeit, die vom Betriebsarzt als gesundheitschädigend attestiert wird, auf Biegen und Brechen ausführen muss. Desweiteren war klar, dass von den beiden mir angebotenen Alternativen eine Halbtagesarbeitsstelle keine Alternative ist und somit habe ich, wie Sie nachfolgend ersehen können zum Schutz meines Augenlichtes meine Zustimmung zu meiner Degradierung erteilt.
16.06.2006 Annahme Kasse
Jetzt stellt sich die Frage, was hat das Verwaltungsratsmitglied gemeint, als er auf der Facebook-Seite der Sparkasse geschrieben hatte, man müsste die ganzen Hintergründe  kennen, und dann würde man die „Bank“ wieder gut finden. Oder muss man die Frage stellen, in welchem Umfang sind die Verwaltungsratsmitglieder informiert und vor allem auch richtig informiert???? 

Werte Leserinnen und Leser, für von Ihnen offene Fragen, wie auch einer interessanten Diskussion stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung. Ich würde mich über eine Reaktion von Ihnen sehr freuen. Bitte nutzen Sie dazu die Möglichkeit der Kommentarfunktion. Auch die Kontaktaufnahme via Mail unter mafreudling(ät)gmx.de möchte ich Ihnen gerne anbieten.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit, bis bald…………………………..

Ihr

Markus Freudling

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